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03.11.2023

Erste Injektion von in Meerwasser gelöstem Schweizer CO2 in Island gestartet

Erste Injektion von in Meerwasser gelöstem Schweizer CO2 in Island gestartet

Diese Woche wurde in Helguvík, Island, erstmals CO2 aus der Schweiz, vermischt mit Meerwasser, in den basaltischen Untergrund injiziert. Dies geschieht, um die anschliessende Mineralisierung und damit die dauerhafte Speicherung von CO2 zu testen. Das Pilotprojekt DemoUpCARMA und sein Partnerprojekt DemoUpStorage leiteten die Logistik dieses Tests in enger Zusammenarbeit mit dem isländischen Partnerunternehmen Carbfix und dem Projekt SeaStone. Die Forschung konzentriert sich nun auf die Überwachung der CO2-Injektion und des Mineralisierungsprozesses.

Mit dem Beginn der Injektion von Schweizer CO2 in Helguvík haben DemoUpCARMA und DemoUpStorage einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Injektion von in Meerwasser gelöstem CO2 in den basaltischen Untergrund in einer Tiefe von etwa 400 m wird zum ersten Mal im Feld getestet. Bisher hat das Partnerunternehmen Carbfix das CO2 in Süsswasser gelöst, um dieses unterirdisch mineralisieren zu lassen. Nun soll untersucht werden, ob das Verfahren und der Mineralisierungsprozess mit Meerwasser funktioniert. Carbfix und die Universität Island haben dies bereits unter Laborbedingungen demonstriert. Im Rahmen von DemoUpStorage werden umfangreiche geophysikalische Messverfahren eingesetzt, um die Mineralisierung im Basaltreservoir zu verfolgen. Die in der Flüssigkeit gelösten Gase werden nach der Injektion kontinuierlich beobachtet, was die von Carbfix laufende geochemische Überwachung ergänzt.
Die Pilotinjektion wird wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, wie CO2 in Zukunft in basaltische Strukturen injiziert werden kann, um es dort in Form von Karbonatmineralien dauerhaft zu speichern. Und dies unter Verwendung von Meerwasser, einer reichlich vorhandenen Ressource. Ozeanische und terrestrische Basalte haben theoretisch eine enorme Kapazität für die mineralische Speicherung von CO2. Damit könnte diese Methode einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der weltweiten Klimaziele leisten, indem grosse Mengen an CO2 unterirdisch mineralisiert und somit dauerhaft gespeichert werden.
Mehr Details zum Mineralisierungsprozess und die Überwachung im Untergrund finden Sie in unserem Blogtext.

Tags: Aktuelles

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